Was ist das? 

Die Sozialanthropologie beschäftigt sich mit dem Menschen in seinem sozialen Umfeld. Sie erarbeitet sich ihr Wissen durch vergleichende soziologische Untersuchungen über menschliches Verhalten in unterschiedlichen Gesellschaften und Völkern. Somit beschäftigt sich die Sozialanthropologie mit Lebensabschnittserfahrungen wie Geburt, Pubertät, Verehelichung, Alt-Sein und Sterben. Sie erarbeitet Modelle zum Glücklich-Sein, Zusammen-Sein im Spiegel von Machtanwendung, Herrschaft, Arbeit, Geschlechterbeziehungen und Konfliktbewältigung. Das Individuum, die Identität, die Familie, das Eigene und das Fremde stehen im Zentrum des Interesses. Daraus ableitbar sind Umgangsformen für das Zusammen-Sein zentriert auf eine adäquate Gesprächsführung (Diskursethik). In der Anthropologischen Praxis werden mit dem Klienten die Merkmale menschlicher Antriebe und Verhaltensweisen analysiert, besprochen und diskutiert. Ähnlich den philosophischen Praxen läuft das Gespräch beratend, nicht therapeutisch ab. Im Zentrum steht der Diskurs mit den Klienten.

Brauchen Mann/Frau/Jugendliche das?

Im Zentrum des Diskurses steht der Umgang mit den positiven und den negativen Emotionen, der uns hilft unser Leben mit Lebenskunst zu erfüllen. Gefragt sind nicht die allgemeine Glücksformel, sondern das Wissen um individuelle Charakterstärken und die Umsetzen dieser. Zielsetzung ist das Erkennen von ablaufenden Rollenspielen (Ich and die Anderen) und die Erarbeitung neuer (Lebens-) Perspektiven. Zu den Lebensperspektiven gehören auch Bildung, Ausbildung und Pädagogik, fern von Schulfrust, im Sinne einer individuellen Bedürfnisbefriedigung. Diese Bedürfnisbefriedigung läuft über die Motivation durch Autonomie, Kompetenz und menschliche Nähe.